Die Gewerkschaften CNV und FNV sowie Royal Dutch Transport, Healthcare Transport und Taxi bitten die OMT heute in einem Brief, eine Lockerung im Gesundheitswesen zuzulassen, da die Kapazitätsgrenzen erreicht sind. Die Sozialpartner wollen mehr Reisende in einem Fahrzeug und das Transportprotokoll muss dafür angepasst werden.

Laut der unabhängigen Plattform für Personenbeförderung Magazin Personenbeförderung ist der Bedarf für alle Beteiligten groß. Die Gesellschaft öffnet sich wieder, was die Nachfrage nach Gesundheitstransporten erhöht. Aufgrund der Einschränkungen im Protokoll kann die Nachfrage nicht mehr gedeckt werden. Dies ist aufgrund der gesellschaftlichen Bedeutung des Gesundheitsverkehrs eine unerwünschte Situation. Der Krankentransport ist ein wichtiges Glied in der Gesundheitskette.

Die jetzige Protokoll des Gesundheitswesens (ab 18 Jahren) die die Sozialpartner erarbeitet haben, basiert auf den OMT-Beratung ab Anfang dieses Jahres. Dazu gehört unter anderem, dass nicht alle Sitzplätze in einem Fahrzeug genutzt werden dürfen. Dies basiert auf der OMT-Beratung zu Risikogruppen im Krankentransport, für die zusätzliche Maßnahmen im Transport als notwendig erachtet wurden. Da Transportunternehmen (aufgrund von Datenschutzbestimmungen) oft nicht wissen, ob ein Passagier zur Risikogruppe gehört, wurde beschlossen, die OMT-Beratung als Ausgangspunkt für den gesamten Gesundheitstransport und damit für das Sektorprotokoll zu nehmen. Die Situation ist mittlerweile so, dass ein Großteil der Menschen aus den Risikogruppen gegen das Coronavirus geimpft ist und die Zahl der Infektionen stark zurückgegangen ist. Die Situation unterscheidet sich daher grundlegend von der Situation zu Beginn dieses Jahres, als die OMT-Beratung herausgegeben wurde.  

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Die Zentralregierung hat in den letzten Wochen verschiedene Lockerungen eingeleitet. Zum Beispiel gibt es mehr Möglichkeiten, mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu reisen. Zudem will die Zentralregierung noch mehr Schritte unternehmen und flexibler gestalten. Eine weitere Lockerung im Gesundheitsverkehr ist jedoch nach wie vor nicht in Sicht und führt aufgrund der Sitzplatzbeschränkung zu immer mehr Problemen für Beförderer und Reisende. Da sich die Gesellschaft immer mehr öffnet, steigt der Transportbedarf, zum Beispiel weil die Pflege überholt wird und Patienten mit Krankentransporten ins Krankenhaus kommen. Auch der Tagesverkehr nimmt beispielsweise wieder zu. Dieses Nachfragewachstum soll sich fortsetzen.  

Aufgrund von Corona herrscht mittlerweile ein großer Mangel an Fahrzeugen und Fahrern. Dies führt in Kombination mit der geringeren Kapazität zu einer unhaltbaren Situation. In einigen Teilen des Landes führt dies schon heute dazu, dass die Nachfrage zu Spitzenzeiten des Transports nicht gedeckt werden kann. Dies wird die Fahrgäste im Krankentransport betreffen. Zudem sinkt die Akzeptanz bei Reisenden und Kunden langsam, nachdem mittlerweile viele Reisende aus den Risikogruppen geimpft sind.

Die Sozialpartner wollen daher zum 15. Juni das Protokoll des Gesundheitsverkehrssektors so anpassen, dass wieder alle Sitzplätze in einem Fahrzeug genutzt werden können. Im Übrigen bleiben die Maßnahmen in Kraft, wie das Tragen von Mundschutz durch Fahrer und Reisende und ein Gesundheitscheck vor der Fahrt. Gewerkschaften und Unternehmer appellieren daher dringend an die OMT, zuzustimmen, dass alle Sitze in einem Fahrzeug wieder im Krankentransport genutzt werden können. Nur so können Krankentransporteure ihre Aufgabe innerhalb der Gesundheitskette problemlos erfüllen und der Krankentransport bleibt für alle Nutzer zugänglich. 

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