Der Reisebranchenverband ANVR, der Verbraucherverband, der ANWB und der Garantiefonds SGR plädieren seit einiger Zeit für einen Flugticket-Garantiefonds, um die Verbraucher im Konkursfall einer Fluggesellschaft besser zu schützen. Nach Recherchen im Auftrag des Ministeriums für Infrastruktur und Wasserwirtschaft zeigen SEO und Lexavia, dass ein nationaler Ticketgarantiefonds eine gute Lösung ist. Der ANVR, begeistert und zufrieden mit diesem Ergebnis, fordert nun die Politik auf, dies tatsächlich zu arrangieren.

Reisende, die ein einzelnes Flugticket kaufen, sind im Gegensatz zu Pauschalreisenden rechtlich kaum gegen insolvente Fluggesellschaften geschützt. ANVRVerbraucherzentrale, ANWB und SGR fordern seit einiger Zeit einen besseren Schutz dieser Reisegruppe und haben 2019 einen Plan für einen nationalen Ticketfonds vorgelegt. Anfang dieses Jahres beauftragte das Ministerium für Infrastruktur und Wasserwirtschaft SEO Economic Research und Lexavia mit der Durchführung einer Sondierungsstudie zu Gestaltung, Wirkungen und Alternativen eines solchen nationalen Fonds.

„Wir freuen uns, dass unser Vorschlag für einen Ticketgarantiefonds nun gemeinsam mit dem Ministerium gründlich geprüft wurde. Die Recherchen zeigen, dass für Flugreisende schlichtweg erhebliche Risiken bestehen und diese Risiken nur noch zunehmen werden. Wir haben den Vorschlag daher aus gutem Grund entwickelt.“ . "

ANVR-Vorsitzender Frank Oostdam.

SEO weist darauf hin, dass in den letzten 10 Jahren 91 Fluggesellschaften in Europa in Konkurs gegangen sind und davon 5 Millionen Reisende betroffen sind. Das sind 0,14 % aller Flugreisenden mit einem Schaden von € 1,1 Mrd. Für Reisende, die am Zielort gestrandet sind oder kurz vor Abflug ein teures Alternativticket kaufen müssen, ist der Schaden hoch. Der Schaden für Passagiere auf dem niederländischen Markt beträgt durchschnittlich 520 €.

Das Recherchebüro SEO hat errechnet, dass ein Fonds von 129 Millionen Euro benötigt wird. Betrachtet man einen Garantiefonds, wie er in Dänemark verwendet wird, wo Reisende im Konkursfall repatriiert werden und (sofern noch Gelder vorhanden sind) abreisende Kunden entschädigt werden, dann sollte für abfliegende Passagiere in den Niederlanden eine Abgabe erhoben werden. Wird der Fonds über 5 Jahre aufgebaut, ist ein Beitrag von nur 1 € pro Ticket erforderlich. Die Auswirkungen der Abgabe, etwa auf das Vermeidungsverhalten der Verbraucher und die Wettbewerbsposition der Fluggesellschaft, sind laut SEO gering.

„Alle Alternativen wurden berücksichtigt, aber der von uns vorgeschlagene Plan ist die sinnvollste Lösung. Die politischen Parteien haben jetzt das Wort. Es wäre schön, den Plan in die Kabinettsbildung einzubeziehen. Er bietet dem Reisenden die effizienteste Form.“ des Schutzes und ohne die Regierung Geld zu kosten." Es wird jedoch erwartet, dass der Staat im Schadensfall in der Gründungsphase einen Kredit garantiert, falls die Mittel des Fonds nicht ausreichen. Rechtlich ist ein Gesetz notwendig, aber nach dänischem Vorbild gibt es keine Einwände der EU dagegen. „Es gibt eine große Unterstützung unter den vielen Millionen Mitgliedern von ANVR, Verbraucherverband und ANWB und SGR ist bestens in der Lage, sich um die Umsetzung zu kümmern. Also zögern Sie jetzt nicht, sondern tun Sie es einfach.“

ANVR-Vorsitzender Frank Oostdam.
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