Das niederländische Straßennetz wird zunehmend überlastet, sodass im Jahr 2040 kleinste Verkehrsstörungen blitzschnell zu Staus führen können. Dies geht aus der Integrierten Mobilitätsanalyse (IMA) des Ministeriums für Infrastruktur und Wasserwirtschaft hervor. Mit dem hohen Wirtschafts- und demografischen Wachstum wird die Autonutzung in die Höhe schnellen, was dazu führen wird, dass sich die Staus im Jahr 2040 im Vergleich zu 2018 verdoppeln, heißt es in dem Bericht. Das Straßennetz ist dann so überlastet, dass der gesamte Verkehr unter dem Tempolimit fährt und kleinere Störungen auch außerhalb der Stoßzeiten schnell zu Staus führen. Dies gilt sowohl für Straßen rund um große Städte als auch in den Regionen.

„Dieser Bericht ist ein Notsignal, denn ohne zusätzliche Investitionen in unsere Straßen werden wir 2040 festsitzen. Die Niederlande werden voraussichtlich weiter wachsen, sowohl wirtschaftlich als auch in Bezug auf die Bevölkerung. Unterm Strich bedeutet dies mehr Personen- und Güterverkehr. Diese Zahlen lügen nicht: Wenn wir mit diesem Wachstum Schritt halten wollen, müssen wir weiter in die Infrastruktur investieren."

TLN-Vorsitzende Elisabeth Post.

Infrastruktur wird verstopft
Dem Bericht zufolge wächst der Güterverkehr gemessen am transportierten Gewicht bei niedrigem und hohem Wirtschaftswachstum in allen Verkehrsträgern: auf der Straße um 5 bis 27 %, auf der Schiene um 32 bis 55 % und in der Binnenschifffahrt um 6 bis 20 % bis 2040. Dies führt selbst bei geringem Wirtschaftswachstum zu Überlastung von Straßen, Wasser und Schienen, so der Bericht abschließend. Auch wenn die Regierung das aktuelle Investitionsprogramm – den MIRT – umsetzt. Die Analyse berücksichtigt auch, dass künftig mehr Menschen von zu Hause aus arbeiten und den öffentlichen Nahverkehr stärker nutzen werden.

„Wir müssen wirklich den Gedanken loswerden, dass wir nach der Corona-Krise Staus loswerden: Das ist wirklich eine Illusion. Dieser Bericht unterstreicht einmal mehr, dass wir das Stauproblem nicht nur mit mehr Zügen oder Homeoffice lösen werden. Natürlich ist mehr Asphalt kein Selbstzweck, und ich begrüße jede Investition in die Verbesserung unserer Mobilität, aber unsere Straßen werden immer belebter. Und wir werden bald wieder und noch massiver aufhören, wenn nicht rechtzeitig ein neues Kabinett in diese Straßen investiert.“

TLN-Vorsitzende Elisabeth Post.

3 Milliarden zusätzlich
TLN fordert zusammen mit der Mobilitätsallianz, zusätzlich 3 Milliarden Euro strukturell für Investitionen in die Infrastruktur bereitzustellen. Mit diesen jährlichen zusätzlichen Investitionen werden wir in Bezug auf die Ausgaben für Barrierefreiheit in Prozent des BIP auf das Niveau von vor zehn Jahren zurückkehren. Transport und Logistik Niederlande.

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