Die flämische Regierung tritt in die nächste Phase ein, nachdem bekannt wurde, dass das Mobilitätszentrum in die Hände der Registrierung des amerikanischen Unternehmens übergeht ViaVan. Flandern wird dasselbe System wie Amsterdam, London und Berlin verwenden, um sicherzustellen, dass die Reform des öffentlichen Verkehrs reibungslos abläuft. Es dauerte mehr als zwei Jahre, bis die flämische Regierung die Grundsätze des Erlasses zur Barrierefreiheit vom 3. April 2019 ausgeschrieben hatte, wonach das öffentliche Verkehrsangebot Teil des gesamten Mobilitätsnetzes ist. Vor genau einem Jahr war bereits bekannt, dass Via als Sieger hervorgegangen war, doch ein juristisches Turnier ließ Ministerin Lydia Peeters keine andere Wahl, als dies noch nicht bekannt zu geben.

In der Zwischenzeit hat der Verband der flämischen Städte und Gemeinden, der Verband der flämischen Städte und Gemeinden, Ministerin Lydia Peeters zuvor gebeten, den Starttermin der grundlegenden Zugänglichkeit um 6 Monate zu verschieben. Am vergangenen Freitag hat Flandern nun endgültig das amerikanische Unternehmen Via über die niederländische BV ViaVan Technologies ausgewählt, um diese Fahrten anzubieten. Flamen müssen bald „den letzten Kilometer“ mit Rufbussen, Taxis und geteilten Autos oder Fahrrädern zurücklegen.

Um dies ordnungsgemäß und kosteneffizient zu organisieren, muss nach Angaben der flämischen Regierung ein dachförmiges Mobilitätszentrum eingerichtet werden. Das amerikanische Unternehmen Via erhält von der flämischen Regierung 100 Millionen Euro für den Aufbau eines „Mobilitätszentrums“ über einen Zeitraum von acht Jahren. Die operative Führungsfunktion für den Customized Transport wird demnächst wie in der Ausschreibung erwartet von ViaVan wahrgenommen. Die Mobilitätszentrale ist für die Planung, Buchung und Bezahlung der Fahrten zuständig. Das Zentrum informiert über alle öffentlichen Verkehrsmittel, analysiert Verkehrsfragen und Mobilitätsangebote der Nutzer und vermittelt bei Bedarf.

"Die flämische Regierung hat eine Ausschreibung an eine in der EU ansässige Einrichtung eines amerikanischen Unternehmens vergeben, das die AWS-Cloud-Dienste nutzt. Ein niederländisches Unternehmen, das nicht von der flämischen Regierung im Ausschreibungsverfahren ausgewählt wurde, hatte diese Entscheidung zuvor beim Staatsrat angefochten." "

ViaVan

Mehrere niederländische Unternehmen reichten Angebote für die Ausschreibung ein. Der kleine TCA-Konkurrent ViaVan Technologies BV in Amsterdam, der als Combination Viavan GmbH registriert wurde, und River North Transit LLC USA starteten vor einigen Jahren in Amsterdam. Das in Amsterdam ansässige Unternehmen machte Schlagzeilen, als es seine Aktivitäten zu Beginn der Pandemie im vergangenen Jahr vorübergehend einstellte und die ViaVan-Fahrer per E-Mail informierte. 2012 gründeten die beiden israelischen Unternehmer Daniel Ramot und Oren Shoval in New York das Unternehmen ViaVan. Sie entwickelten einen Algorithmus, der die Anzahl der Fahrgäste, die in dieselbe Richtung fahren möchten, in Echtzeit mit dem am besten geeigneten Verkehrsmittel verknüpfen kann.

ViaVan ist ein internationaler Player, der in mehr als 20 Ländern eigene Partner hat und in diesen Ländern Millionen von Fahrten durchführen lässt. In Berlin betreibt die ViaVan GmbH eine überwiegend elektrische Flotte für On-Demand-Mitfahrgelegenheiten im öffentlichen Bereich. In Milton Keynes führen sie die erste vollelektrische Flotte Großbritanniens für gemeinsame Fahrten auf Abruf ein. In Amsterdam können Fahrgäste mit dem eVia-Service Fahrten in Elektrofahrzeugen buchen. Um auf dem europäischen Markt Fuß zu fassen, ging das amerikanische Unternehmen 2017 ein Joint Venture mit Mercedes-Benz ein und nannte es ViaVan.

Foto: Andy Ambrosius (Via) - Gründer Daniel Ramot und Oren Shoval

Staatsrat

Die Ausschreibung wurde zweimal vergeben herausgefordert beim Staatsrat durch das niederländische Unternehmen Qarin BV von Amsterdam und Rotterdam BV Mobility Center RMC. Beim ersten Mal musste die flämische Regierung ihre Entscheidung besser begründen, beim zweiten Mal wurde die DSGVO-Beschwerde sofort abgewiesen. Der Staatsrat bestätigte, dass die Entscheidung der flämischen Regierung, einen Vertrag mit einer EU-Tochtergesellschaft eines amerikanischen Unternehmens abzuschließen, das AWS-Cloud-Dienste nutzt, nicht gegen die DSGVO verstößt. Der Staatsrat berief sich unter anderem auf Richtlinien des EDPB und des flämischen Aufsichtsausschusses, die Verschlüsselung als mögliche zusätzliche Maßnahme für die Datenübertragung in die USA erwähnen.

Kritik WWSG und GTL

Zuvor hatten die Verkehrsregionen das Kernnetz und das Ergänzungsnetz unter Auflagen genehmigt. VWSG schlugen früher Alarm und dachten, es würde zusätzliche Monate dauern, um die neuen Verkehrsmittel und Unterstützungsdienste nach dem Ausschreibungsverfahren für die Ausschreibung für das Mobilitätszentrum und den maßgeschneiderten Transport in Betrieb zu nehmen und die Kommunikation mit den Reisenden zu übernehmen. Davon war die Taxibranche GTL damals nicht so begeistert spreken und wies darauf hin, dass dies einen weiteren Schlag ins Gesicht des flämischen Taxisektors bedeuten würde. Der erneute Transport sollte normalerweise am 1. Januar 2022 beginnen, doch aufgrund rechtlicher Bedenken nach Bekanntgabe der Ergebnisse der zweimal angefochtenen Ausschreibung wurde die Bekanntgabe und der Start verschoben. 

Der Auftrag wurde im Jahr 2020 vergeben, danach war es an der Zeit, schnell zu wechseln, damit der Gewinner dieser Ausschreibung vor dem 1. Januar 2022 alles in Betrieb nehmen konnte. Flandern wagte schließlich eine Entscheidung. Viele Busse fahren jetzt nutzlos herum und kosten viel Geld, und das wird bald ein Ende haben, wenn es nach ViaVan und der Regierung geht. Andere Unternehmen, die an dieser Ausschreibung teilgenommen haben, waren Be-Mobile NV, Capgemini Belgien, Cronos Public Services NV, DVG Regie BV, Qarin BV, Shotl Transportation SL, Siemens Mobility NV/SA und Transvision BV. 

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