Gestern war Bike to Work Day, aber wie sieht es mit der Fahrradnutzung durch Berufstätige aus? Im zweiten Jahr in Folge führte die Leasinggesellschaft ALD Automotive Untersuchungen zur Fahrradnutzung durch niederländische Fachleute durch. Haben wir angefangen, mehr mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren und hat die Pandemie einen Einfluss darauf? Welches Bundesland ist Spitzenreiter im Radsport? Und welche Branche sitzt am meisten im Sattel? ALD Automotive hat es herausgefunden und die besten Fakten zusammengetragen. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Berufstätigen, die das Fahrrad zum Pendeln nutzen, leicht gestiegen. Im Jahr 2020 waren dies 46 Prozent und weitere 17 Prozent, die das Fahrrad in Kombination mit öffentlichen Verkehrsmitteln nutzen. In diesem Jahr sind es 49 bzw. 16 Prozent.

Die Zahl der Berufstätigen, die mindestens einmal pro Woche mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren, ist von 11 auf 13 Prozent gestiegen. Auch die Zahl der Radfahrer, die dies täglich tun, ist von 19 auf 23 Prozent gestiegen. Auch die Gruppe der Schönwetterradler wuchs von 8 auf 12 Prozent. Und die Gruppe, die sagt, dass sie nie mit dem Fahrrad zur Arbeit fährt, hat um 7 Prozent abgenommen (34 % gegenüber 27 %).

„Insgesamt können wir daher den Schluss ziehen, dass Berufstätige in den Niederlanden häufiger ihr Fahrrad benutzen.“

Lonneke van der Horst, Marketing- und Strategiedirektorin bei ALD Automotive.

Gesund, günstig und schnell

Für fast die Hälfte der Profis ist Vitalität der wichtigste Grund für das Fahrradfahren. COVID-19 spielt dabei eigentlich keine Rolle mehr.

„Im vergangenen Jahr gaben 14 Prozent an, Corona sei ein Grund, das Fahrrad als alternatives Fortbewegungsmittel zu nutzen. Jetzt nur noch 1 Prozent. Größtenteils bleibt die Gesundheit die oberste Priorität. Eine große Gruppe hat auch bemerkt, dass es eine günstigere Alternative ist und diese an zweiter Stelle folgt.“

Lonneke van der Horst, Marketing- und Strategiedirektorin bei ALD Automotive.

Spitzenreiter der Generation X beim Radfahren zur Arbeit

Die fanatischsten Radfahrer sind in der Altersgruppe 45-59. Mit 29 Prozent ist es nicht nur die größte Gruppe, die mit dem Fahrrad zur Arbeit fährt, sondern mit 24 Prozent auch die größte Gruppe, die dies täglich tut. Zurück bleibt die Gruppe 30 bis 44.

Utrecht ist die Fahrradprovinz der Niederlande

Die Provinz Utrecht bleibt mit 60 Prozent die größte Fahrradprovinz, die am häufigsten mit dem Fahrrad zur Arbeit fährt. Auffallend ist, dass Gelderland mit 55 Prozent, die normalerweise mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren, jetzt auf Platz zwei liegt. Während letztes Jahr nur 14 Prozent angaben, täglich Fahrrad zu fahren. Die wachsende Popularität von E-Bikes mag damit zu tun haben. Mehr als in jeder anderen Provinz besitzen Gelderland-Profis mit 38 Prozent die meisten E-Bikes. Die Begeisterung für das Radfahren zur Arbeit ist in Drenthe noch geringer als im Rest der Niederlande: Nur 35 Prozent nutzen das Fahrrad für den Weg zur Arbeit und nach Hause.

Das Bildungspersonal ist unter den Radprofis am stärksten vertreten. Mehr als die Hälfte (52 Prozent) nutzt ihr Fahrrad zum Pendeln. Beschäftigte im Gesundheitswesen sind auch eine fahrradbegeisterte Berufsgruppe; hier steigt mit 51 Prozent etwas mehr als die Hälfte aufs Fahrrad. An dritter Stelle stehen Unternehmensdienstleister mit 43 Prozent, gefolgt von Mitarbeitern, die im Groß- und Einzelhandel oder für die Regierung tätig sind.

Arbeitgeber ermutigt das Radfahren zur Arbeit nicht genug

Obwohl das Radfahren zur Arbeit auf dem Vormarsch ist, gibt es eine sehr große Gruppe von Berufstätigen (60 Prozent), die gerne öfter mit dem Fahrrad fahren würde, wenn sie näher am Arbeitsplatz wohnen würden. Die Untersuchung von ALD Automotive zeigt, dass etwa drei Viertel der Erwerbstätigen in den Niederlanden in einem Umkreis von 20 km leben. Eine Distanz, die mit einem E-Bike problemlos überbrückt werden kann. Und noch mehr mit einem Speed-Pedelec. Aktuell geben 24 Prozent der Befragten an, dass der Arbeitgeber das Fahrrad als alternatives Verkehrsmittel für den Arbeitsweg fördert. In diesem siehe ALD ein leichter Anstieg, wie im Vorjahr waren es 18 Prozent.

„Wir könnten es besser machen. Wir haben auch gefragt, was Arbeitgeber tun können, um das Radfahren zum und vom Arbeitsplatz zu fördern. In 64 Prozent der Fälle reicht es, nur ein Dienstfahrrad anzubieten. Die Popularität des Radfahrens fehlt. mehr auf dem Vormarsch. Wer weiß das Mit der aktuell steigenden Nachfrage nach E-Bikes und einigen Anreizen seitens der Arbeitgeber werden wir im nächsten Jahr ganz andere Zahlen sehen."

Lonneke van der Horst, Marketing- und Strategiedirektorin bei ALD Automotive.
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