Die Zukunftssicherheit der Shared Mobility (Fahrzeugvermietung) für Anbieter und Nutzer steht durch die Schadensentwicklung von Shared Vehicles, wie Rollern und Pkw, unter Druck. Der Risiko- und Versicherungsberater Aon nimmt sich dieser Problematik an und wird (bald) ein Testgelände eröffnen, in dem Experimente mit Führerscheinversicherungen durchgeführt werden. In diesem Testgelände, an dem auch das Ministerium für Infrastruktur und Wasserwirtschaft (I&W), die Stadtverwaltung Rotterdam, RDW, Vattenfall, SafeDrivePod, Loyens & Loeff und MS Amlin beteiligt sind, wird die Versicherung von (dem Eigentümer) der Fahrzeug an den Fahrer. . Basierend auf der Analyse anonymisierter Fahrzeug- und Fahrerdaten soll dies zu einer günstigeren Schadenentwicklung führen.

Am Ende der mindestens dreimonatigen Erprobung wird das Ministerium für Infrastruktur und Wasserwirtschaft gemeinsam mit Aon ein Seminar zur Versicherbarkeit von Shared Mobility durchführen, um die Ergebnisse bekannt zu geben.

Schiefes Wachstum zwischen Prämie und Schaden
Die Versicherbarkeit von Shared Mobility und Plattformen steht seit einiger Zeit unter Druck. Während die Nachfrage nach geteilten Fahrzeugen steigt, erleiden viele dieser Fahrzeugtypen, wie beispielsweise (Elektro-)Roller, Schäden. Dadurch hat sich das Verhältnis zwischen Prämie und Schaden für die Versicherer verzerrt.

„Gemeinsame Mobilität ist nicht nur wichtig für Nachhaltigkeit und bezahlbare Verkehrsmittel für alle, sondern hilft auch, den ohnehin knappen Raum in Städten intelligenter zu nutzen. Deshalb will das Ministerium helfen, Barrieren für Teiltransporte abzubauen und Versicherungen bezahlbar zu halten. Mit diesem Test können wir digitale Möglichkeiten testen und die Versicherungswirtschaft anregen, ein passendes und nachhaltiges Versicherungsprodukt zu entwickeln.“

Staatssekretär Steven van Weyenberg (I&W).

„Deshalb sollte die Versicherung nicht mehr mit dem Fahrzeug, sondern mit dem Mieter/Fahrer kommen. Unsere Vision ist, dass verantwortungsvolles und sicheres Fahren transparent und honoriert wird. Genau damit wollen wir im Living Lab experimentieren. Ein Mieter eines geteilten Fahrzeugs muss finanziell die finanziellen Folgen eines unverantwortlichen Fahrens oder eines unachtsamen Umgangs mit diesen Fahrzeugen spüren. Ich erwarte wirklich, dass wir viel weniger Schäden an geteilten Fahrzeugen sehen und dass wir die Menschen ermutigen, sicher am Verkehr teilzunehmen.“

Evert-Jeen van der Meer, Industry Director Mobility bei Aon.

Risikoprofil mit Führerschein verknüpfen
Bei erfolgreicher Prüfung möchte Aon zunächst Erfahrungen in der Absicherung des Kaskorisikos von Mietfahrzeugen durch eine ausweis- oder führerscheingebundene Personenmobilitätsversicherung sammeln.

Das Pilotprojekt wird daher experimentieren, Fahrzeug- und Fahrerdaten zu sammeln und diese mit Schadensdaten zu verknüpfen. Stellt sich heraus, dass jemand „viel“ Schaden fährt, kann dieser eine höhere Prämie erhalten, gesperrt werden oder sichergestellt werden, dass er beispielsweise nur Zugang zu einem E-Bike hat. Fährt der Fahrer hingegen schadlos und zeigt sicheres Fahrverhalten, wirkt sich dies günstig auf die Prämie aus.

Die Zukunft der Shared Mobility in die Praxis umgesetzt
Dieses Testfeld für Shared Mobility ist eine öffentlich-private Partnerschaft, in der Akteure verschiedene smarte Lösungen im Bereich Mobilität in einer App testen. Aon.

„Die Ideen zu Experimenten oder Erprobungen im Bereich nachhaltiger, bezahlbarer und sicherer Mobilität gibt es schon länger, aber dies ist eines der ersten konkreten Projekte. In diesem Living Lab bündeln die Parteien ihr Wissen und ihre Expertise und eine Fülle relevanter Daten wird für weitere Analysen zur Verfügung gestellt. Der RDW verfolgt dieses Testfeld mit Interesse, unter anderem wegen der Verknüpfung von Versicherungsregister und Führerschein, aber auch der Entwicklung des mobilen Führerscheins. Ich bin überzeugt, dass wir mit diesem Testfeld die Shared Mobility versicherbar halten und unser Wissen und unsere Erfahrung auch für den Mietmarkt einsetzen können, wo die Versicherbarkeit mittlerweile auch zum Problem wird.“

Evert-Jeen van der Meer, Industry Director Mobility bei Aon.
Die Versicherbarkeit von Shared Mobility und Plattformen steht seit einiger Zeit unter Druck.
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