Das Inspektorat für menschliche Umwelt und Verkehr (ILT) hat diesen Herbst mit einer zusätzlichen Überwachung der Einleitung von Sanitärabwasser durch Seeschiffe in niederländischen Seehäfen begonnen. Besonderes Augenmerk wird auf internationale Fähren, Kreuzfahrtschiffe und Arbeitsschiffe gelegt, da viele Menschen an Bord sind. 16 Schiffe wurden inzwischen inspiziert. Fünf Schiffe verletzten sich und erhielten eine Verwarnung. Das Abwasser wurde in den Hafen eingeleitet, während die bordeigene Kläranlage das Abwasser nicht ausreichend behandelte.

Abwasser reinigen

Sanitärabwässer dürfen unbehandelt auf hoher See eingeleitet werden. Anders ist die Situation in den niederländischen Häfen und den Zugangswasserstraßen zu diesen Häfen. Seeschiffe dürfen nur ausreichend gereinigtes Abwasser in den Hafen einleiten. Für „schwarzes“ Abwasser (aus Toiletten) und „graues“ Abwasser (aus Badezimmern, Waschmaschinen und Küchen) gelten besondere Regeln und die Kläranlage muss unter anderem Schadstoffe filtern und den Säuregehalt reduzieren. Das ILT überwacht die Einleitung von Sanitärabwässern durch Seeschiffe. Die Inspektionen schauen unter anderem auf die Zertifikate der Kläranlagen. Die Inspektoren beurteilen auch, wie die Wartung durchgeführt wird und wie die Behandlung und Lagerung von Sanitärabwasser an Bord gehandhabt wird. Um festzustellen, ob die Kläranlage die Anforderungen erfüllt, werden Proben aus dem gereinigten Abwasser entnommen.

Mehr Kontrollen

Die fünf gewarnten Schiffe leiteten das Abwasser in den Hafen ein, während die bordeigene Kläranlage das Abwasser nicht ausreichend reinigte. Dies ging aus der Analyse von Proben des gereinigten Abwassers und Kontrollen der Zertifikate der Kläranlagen hervor. Diese Schiffe werden in Kürze erneut überprüft. Auch sechs weitere Schiffe dürfen aufgrund der Qualität ihrer Kläranlage nicht in die Häfen einlaufen. Diese Schiffe speichern das gereinigte Abwasser an Bord und leiten es außerhalb der 12-Meilen-Zone auf See ab.

Informationen an Reedereien

Neben den Kontrollen stellt das ILT auch Informationen an Reedereien und Agenten zur Verfügung, um das Bewusstsein für die (niederländischen) Regeln für die Einleitung von Abwasser zu schärfen. Die Aufsichtsbehörde stellt fest, dass die Regeln insbesondere für „graues“ Abwasser nicht immer ausreichend bekannt sind. Dies liegt daran, dass hierfür keine Einleitungsvorschriften nach internationalen Vorschriften gelten, gemäß der ILT

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Das ILT hat mit einer zusätzlichen Überwachung der Einleitung von Sanitärabwasser durch Seeschiffe in niederländischen Seehäfen begonnen.
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