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Der Umsatz in der niederländischen Auto- und Motorradindustrie hat sich im vergangenen Jahr nach dem Einbruch im ersten Corona-Jahr deutlich erholt. Statistics Netherlands (CBS) berichtet, dass die branchenweiten Einnahmen sogar das Niveau von 2019, dem letzten Jahr vor der Pandemie, übertrafen.

Konkret wurde im Vergleich zu 2020 mehr als ein Zehntel Mehrumsatz erzielt. Im Vergleich zu zwei Jahren zuvor war der Umsatz um 2,4 Prozent höher. Besonders gut lief es für den Motorradhandel und die Unternehmen im Bereich schwerer Nutzfahrzeuge. Der Umsatz stieg um 21 bzw. fast 15 Prozent.

Der Motorradhandel verzeichnet seit Jahren ein Wachstum und auch im Jahr 2020 ist diese Branche nicht geschrumpft. Die Unternehmen im Bereich der schweren Nutzfahrzeuge dürften wiederum im weiteren Sinne von der Konjunkturerholung profitiert haben, was bei den Unternehmen zu einer starken Nachfrage nach Investitionen in solche Fahrzeuge geführt hat.

Andere Teile der Branche hatten immer noch Probleme. So hat sich bereits herausgestellt, dass der Verkauf neuer Pkw im vergangenen Jahr um mehr als 9 Prozent niedriger ausfiel als im Jahr 2020. Der Absatz wurde durch die weltweite Chipknappheit stark beeinträchtigt. Dadurch konnten die Automobilhersteller deutlich weniger Autos produzieren und die Auslieferung verzögerte sich.

Laut Statistik der Niederlande spiegeln sich die Auswirkungen der Chipknappheit in den Umsatzzahlen der Importeure von neuen Personenkraftwagen und leichten Nutzfahrzeugen wider. Ihr Umsatzwachstum war im vergangenen Jahr im Vergleich zum Rest der Branche am bescheidensten. Gegenüber 2020 ist das ein Plus von 2,5 Prozent. Vergleicht man die Zahlen mit dem Jahr 2019, lagen ihre Umsätze immer noch knapp 11 Prozent niedriger.

Die Probleme in der Branche sind noch nicht vorbei. Zu Beginn dieses Jahres gaben rund 29 Prozent der Unternehmen im Automobilhandel an, dass ihnen Produktionsmittel, Material und Platz fehlen. Dies betrifft vor allem die Chipknappheit. Gleichzeitig ist der Ruf nach mehr Personal groß. Im vierten Quartal des vergangenen Jahres hatte Statistics Netherlands rund 6200 offene Stellen in der Branche, die höchste Zahl seit 1997.

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