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Bis auf einige Versuche auf kurzen Strecken sehen wir leider noch keine emissionsfreien Seeschiffe. Dies erfordert mehr Innovation und Entwicklung. Schiffe stoßen daher vorerst noch verschiedene Stoffe aus. Logisch auch, denn die Schiffsmotoren sind harte Kerle, die gebraucht werden, um 90 Prozent aller Ausrüstungen weltweit zu schneiden. Stickoxide sind eine dieser Substanzen, obwohl dies je nach Kraftstoff und/oder Schiffsmotor unterschiedlich ist. Beispielsweise stößt ein Schiff bei der Verbrennung von verflüssigtem Erdgas (LNG) nicht weniger als 80 Prozent weniger Stickstoff aus als Schweröl oder Dieselöl. Gleichzeitig ist LNG nach wie vor ein fossiler Energieträger und steht damit im Konflikt mit dem Null-Emissions-Horizont. Es gibt jedoch immer mehr Motoren, die für den Betrieb mit anderen saubereren Kraftstoffen geeignet sind.

Reeder versuchen so sauber und effizient wie möglich zu segeln, was auch erhebliche Betriebskosten einspart. Auch nach internationalen Vorschriften müssen Schiffe immer sauberer werden. Diese Vorschriften werden durch Verhandlungen zwischen den Mitgliedstaaten der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation festgelegt. Das ist die UN-Aufsichtsbehörde für globale maritime Angelegenheiten in den Bereichen Sicherheit, Klima und Umwelt. Neue Schiffe, die am oder nach dem 1. Januar 2021 gebaut werden, müssen den neuesten Standard erfüllen: mindestens 70 Prozent weniger Stickstoffemissionen im Vergleich zur vorherigen Generation von Schiffsmotoren. Schiffe, die sich nicht daran halten, dürfen nicht in die Nordsee, Ostsee oder die Küstengewässer der USA und Kanadas einlaufen.

Für das Lebensumfeld in Hafengebieten wird immer mehr in die Installation von Landstrom investiert. Viele Seeschiffe haben eine Steckdose und wenn im Hafen eine Steckdose vorhanden ist, ist es nicht notwendig, die Motoren für den „leichteren“ Energiebedarf laufen zu lassen, wenn man mit einem Schiff am Kai festmacht. Ein markantes Beispiel ist der erste Landstromanschluss, der 2012 in Hoek van Holland für die Fähren der Stena Line gebaut wurde. Werfen Sie auch einen Blick auf die Landstromanlagen im Calandkanaal für die großen Arbeitsschiffe von Heerema Marine Contractors. Projekte dieser Art entstehen durch die proaktive Suche nach einer Zusammenarbeit innerhalb der Kette und in Eigenverantwortung der Unternehmen.

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