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Wir stehen kurz vor einem weiteren Streik.

Die Gewerkschaft FNV ruft landesweit alle Beschäftigten von Bios Groep, Citax, Connexxion, Dorenbos, Haars Groep, Munckhof, Noot, RMC, TCR, de Vlieger, Witteveen und Willemsen de Koning auf, sich an einem 30-Stunden-Streik zu beteiligen. Nach monatelangen Verhandlungen, einer Petition mit 24 Unterschriften von Fahrern und einem 2.500-Stunden-Streik am Freitag, den 24. November, verstehen die Arbeitgeber laut den Mitgliedern der Gewerkschaft FNV immer noch nicht, wie die Arbeitnehmer unter Wasser stehen. 

Deshalb werden sie am Mittwoch, 30. November fortgesetzt. Diesmal mit mehr Unternehmen und mehr Orten als beim letzten Mal. Sie unterhalten ein Kraftwerk in Nordholland, Südholland und Nordbrabant Aktionstreffen und rufen alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in diesen Bundesländern leben oder arbeiten, dazu auf, an einem zentralen Ort zusammenzukommen.

Während eines Streiks gelten für Arbeitnehmer und Arbeitgeber bestimmte Regeln. Beispielsweise darf keine Gewalt angewendet werden und Drohungen sind nicht erlaubt. Auch die Arbeit von Streikenden darf nicht von nicht streikenden Kollegen oder Leiharbeitern übernommen werden. 

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Nationaler Streik Taxi und Krankentransport

Arbeitgeber der Pflege- und Taxitransportbranche (zusammengeschlossen im KNV Pflegetransport und Taxi) haben zuvor einen letzten Versuch unternommen, zu einem neuen Tarifvertrag zu kommen. Die Arbeitgeber legten ein verbessertes Schlussangebot für einen Tarifvertrag vor. Das endgültige Angebot hat eine Laufzeit von achtzehn Monaten. Der Tarifvertrag muss zum 1. Januar 2023 in Kraft treten und gilt bis zum 30. Juni 2024. Die Arbeitgeber haben erneut eine Lohnerhöhung von 8 % zum 1. Januar 2023 und weitere 4 % zum 1. Januar 2024 angeboten. Außerdem verglichen zum früheren Schlussangebot Änderungen hinsichtlich Pausen und Fortzahlung im Krankheitsfall.

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Die Arbeitgeber wollen die derzeitige Pausenregelung dahingehend ändern, dass unbezahlte Pausen nur einbehalten werden dürfen, wenn sie tatsächlich genommen wurden. Nach der derzeitigen Regelung dürfen maximal 12,5 % der Arbeitszeit pauschal einbehalten werden. Im neuen Vorschlag der Arbeitgeber werden im Krankheitsfall für die ersten acht Wochen ebenfalls 80 % des Gehalts und dann bis einschließlich des zweiten Krankheitsjahres 90 % des Gehalts gezahlt. Mit der ersten Krankmeldung entfällt auch der Wartetag.

Auch die Arbeitgeber geben den Wunsch auf, zum alten bezahlten Zeitsystem zurückzukehren. Die Arbeitgeber schlagen jedoch vor, das derzeitige System zu ändern, um es in der Praxis anwendbarer zu machen. Im Vorschlag des Arbeitgebers kann die Schichtdauer nun pro Tag variieren, was der Transportnachfrage besser entspricht. Gleichzeitig ermöglicht der Vorschlag Autofahrern, Privates und Berufliches besser miteinander zu verbinden. Die Arbeitgeber schlagen außerdem vor, den Pendlerabzug nicht anzuwenden, wenn der Fahrer eine Ladestation nutzen muss, die weit von der eigenen Wohnung entfernt ist.

Schließlich schlagen die Arbeitgeber aufgrund der zu großen technischen Herausforderungen vor, die vorgeschlagene Online-Registrierung von Dienstleistungen zu streichen. Selbstverständlich bleibt die Zeiterfassung obligatorisch, ebenso wie die obligatorische Bereitstellung von Kontrollmöglichkeiten für den Sozialfonds für Mobilität.

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