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Der FNV hat seinen Mitgliedern nicht das endgültige Angebot vorgelegt, sondern Aktionen und Streiks angekündigt.

Royal Dutch Transport hält die Haltung von FNV für sozial unverantwortlich. Der neue Tarifvertrag wurde den Mitgliedern von KNV Zorgtransport and Taxi und CNV Vakmensen vorgelegt und von diesen genehmigt.

CNV Vakmensen und KNV Zorgtransport en Taxi haben sich auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt, der für 22.000 Mitarbeiter gilt. Der neue Tarifvertrag tritt am 1. Januar 2023 in Kraft und hat eine Laufzeit von eineinhalb Jahren. Die Löhne werden zum 1. Januar nächsten Jahres um 8 % und zum 4. Januar 1 um weitere 2024 % erhöht. Neben der Lohnerhöhung ändert sich auch die viel diskutierte feste Pausenregelung, die ab sofort nur noch gelten darf als Pause einbehalten, wenn sie tatsächlich genommen wurde. 

Außerdem ändert sich die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall: Der Karenztag am ersten Krankheitstag entfällt und Beschäftigte erhalten fortan in den ersten acht Wochen 80 % und danach 90 % (bis bis einschließlich des zweiten Krankheitsjahres). Auch das Einstiegsgehalt für neue Kollegen wird höher sein, was es Arbeitgebern ermöglicht, die Branche für neue Mitarbeiter attraktiver zu machen.

„Wir wollten unbedingt einen neuen Tarifvertrag abschließen und sind daher mit unserem letzten Angebot weit gekommen. Auch die Arbeitgeber wollten eine Lohnerhöhung erreichen. Als Zeichen der Wertschätzung und weil die Mitarbeiter mit deutlich gestiegenen Kosten konfrontiert sind. Ich freue mich, dass nun Ruhe in die Branche eingekehrt ist und sich auch CNV dafür stark gemacht hat.

Vorstandsvorsitzender Bertho Eckhardt freut sich im Namen der Arbeitgeber über die Einigung, weist aber darauf hin, dass es schade ist, dass der FNV nicht mit an Bord ist. FNV hat jedoch Wünsche geäußert, die wir nicht erfüllen konnten, da sie sich zu einer Kostensteigerung von über 40 % summierten.

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Eckhardt weiter: „Wir hoffen, dass sich der FNV trotzdem beteiligt und die Streiks einstellt. Wir würden uns wundern, wenn diese Streiks nach geltendem Tarifvertrag fortgesetzt würden. Natürlich dürfen FNV-Mitglieder streiken, das ist ihr Recht. Aber für Menschen, die auf Pflegetransport angewiesen sind, zum Beispiel Schüler in Sondergrundschulen und Menschen mit Behinderungen, ist dieser Streik wirklich schlimm. Sie können nicht einfach auf ein anderes Verkehrsmittel umsteigen und verpassen beispielsweise einen Schultag oder einen Arzttermin.“

(Text geht unter dem Foto weiter)
KNV-Vorsitzender Bertho Eckhardt - Foto: Pitane Blue

Unterdessen ruft die Gewerkschaft FNV alle Mitarbeiter von Bios Groep, Citax, Connexxion, Dorenbos, Haars Groep, Munckhof, Noot, RMC, TCR, de Vlieger, Witteveen und Willemsen de Koning im ganzen Land auf, sich an einem 30-Stunden-Streik zu beteiligen. Nach monatelangen Verhandlungen, einer Petition mit 24 Unterschriften von Fahrern und einem 2.500-Stunden-Streik am Freitag, den 24. November, verstehen die Arbeitgeber laut den Mitgliedern der Gewerkschaft FNV immer noch nicht, wie die Arbeitnehmer unter Wasser stehen. 

Deshalb werden sie am Mittwoch, 30. November fortgesetzt. Diesmal mit mehr Unternehmen und mehr Orten als beim letzten Mal. Sie unterhalten ein Kraftwerk in Nordholland, Südholland und Nordbrabant Aktionstreffen und rufen alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in diesen Bundesländern leben oder arbeiten, dazu auf, an einem zentralen Ort zusammenzukommen.

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