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Punkte zu wiederholen und den Transport gefährdeter Gruppen zu behindern, ist jetzt nur noch kontraproduktiv.

Arbeitgeber im Pflege- und Taxiverkehr (vereint im KNV Pflegeverkehr und Taxi) fordern den FNV auf, die Organisation von Streiks im Schüler- und Pflegeverkehr einzustellen. Die Streiks sind kontraproduktiv, schaden dem Image der Branche und verursachen Stress und Unannehmlichkeiten für schutzbedürftige Reisende, die Gesundheitstransporte nutzen. 

„Staking ist ein Recht, und das bestreite ich nicht, aber ich stelle einen Streik in Frage, wenn es einen Tarifvertrag gibt. Hoffentlich kommt auch FNV wieder mit an Bord.“

Am vergangenen Dienstag schlossen KNV Zorgtransport und Taxi und CNV Vakmensen eine Vereinbarung über einen neuen Tarifvertrag. Der neue Tarifvertrag soll am 1. Januar 2023 in Kraft treten und hat eine Laufzeit von eineinhalb Jahren. Kernstück des Tarifvertrags ist eine Lohnerhöhung um 8 % zum 1. Januar 2023 und um weitere 4 % zum 1. Januar 2024. Auch die Fortzahlung im Krankheitsfall wird geändert und die Pausenregelung angepasst. 

Auf nationaler Ebene sind die Folgen von Streiks begrenzt, aber in einigen Regionen kam es zu Belästigungen: Auf nationaler Ebene traten weniger als 2 % der Belegschaft in den Streik. Die Folgen des Streiks waren also nicht allzu schlimm, wenngleich es regionale Unterschiede gab. Durch die gute Kommunikation mit Kunden und Nutzern konnte die Belästigung oft auf ein Minimum reduziert werden. Wo größere Gruppen von Mitarbeitern streikten, wurden Fahrten abgesagt. Der Streik verlief ohne Zwischenfälle. Dass der Streik aus nationaler Sicht nicht allzu schlimm war, ändert nichts daran, dass die Annullierung von Reisen oft erhebliche Folgen für die Beteiligten hat.

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Ein Blick in die Zukunft

KNV fordert die Gewerkschaft FNV auf, sich auf die Zukunft zu konzentrieren. Bertho Eckhardt dazu: „Wir haben uns deutlich in Richtung der gewerkschaftlichen Forderungen bewegt, während auch die Arbeitgeber aufgrund der gestiegenen Inflation, der hohen Spritkosten und der Corona-Folgen mit dem Rücken zur Wand stehen. CNV hat dies erkannt und entschieden, dass es nun an der Zeit ist, in die Zukunft zu blicken. Sie übernehmen Verantwortung. Hoffentlich schließt sich FNV an, aber bisher habe ich den Eindruck, dass die Leute sich für ihre eigenen Unterstützer profilieren wollen, indem sie unrealistische Forderungen an uns stellen. Das macht keinen Sinn."

Punkte zu wiederholen und den Transport gefährdeter Gruppen zu behindern, sei jetzt nur noch kontraproduktiv, so Eckhardt. Letztendlich bedeutet diese Vereinbarung seiner Meinung nach eine überdurchschnittliche Lohnerhöhung im Vergleich zu anderen Branchen in den Niederlanden. Dieses Endergebnis werde sowohl den Interessen der Arbeitnehmer als auch der Arbeitgeber gerecht, schlussfolgert der Vorsitzende des KNV.

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