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Nicht nur Filip Watteeuw, sondern auch tägliche Pendler, Studenten und Touristen erleben die Folgen von Verspätungen.

Gent, einst eine Stadt, in der das Auto König war, hat sich in den letzten Jahren in eine grüne Oase verwandelt, in der das Fahrrad und nachhaltige Initiativen im Mittelpunkt stehen. Der Mann hinter dieser Transformation, der Genter Stadtrat Filip Watteeuw, ist ein glühender Verfechter von nachhaltigem Verkehr und Stadterneuerung. Unter anderem dank seiner Bemühungen entschieden sich viele Genter für das Fahrrad und wir sahen eine Welle innovativer und umweltfreundlicher Unternehmen entstehen.

Es besteht jedoch ein großer Kontrast zwischen der Mobilitätswende in Gent und der Leistung von NMBS, Belgiens nationaler Eisenbahngesellschaft. Trotz der Erwartungen und der wachsenden Nachfrage nach zuverlässigen öffentlichen Verkehrsmitteln bleibt die Pünktlichkeit der NMBS deutlich hinter dem Standard zurück. Im ersten Halbjahr 2023 waren offiziell nur 87,6 % der Züge pünktlich – ein schockierender Wert und der zweitniedrigste Wert seit einem Jahrzehnt.

Watteeuws jüngste Erfahrung, bei der seine Zugfahrt von Gent-Dampoort an die Küste doppelt so lange dauerte wie versprochen, ist ein anschauliches Beispiel für das größere Problem. Solche Frustrationen führen oft zu Beschwerden und offene Kritik, wie Watteeuws auf dem ehemaligen Twitter, der Social-Media-Plattform X.

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Für eine nachhaltige Zukunft, sowohl ökologisch als auch ökonomisch, muss sich die SNCB an die sich ändernden Mobilitätsbedürfnisse der belgischen Bevölkerung anpassen. Das bedeutet nicht nur Pünktlichkeit, sondern auch Erreichbarkeit, Komfort und Konnektivität.

Obwohl Watteeuws Beschwerden über zunehmende Verzögerungen, falsche Informationsbereitstellung und verpasste Verbindungen berechtigt sind, werfen sie doch Fragen zur Taktik auf. Sollten Regierungsbeamte öffentliche Dienstleistungen in den sozialen Medien öffentlich kritisieren oder sollten Konsultationen hinter den Kulissen stattfinden?

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Es lässt sich nicht leugnen, dass die SNCB vor großen Herausforderungen steht und Verbesserungen erforderlich sind. Reisende verdienen ein zuverlässiges, effizientes und pünktliches Zugnetz. Gleichzeitig ist es jedoch wichtig, dass der Dialog zwischen politischen Entscheidungsträgern wie Watteeuw und der NMBS konstruktiv bleibt.

In einer Zeit der schnelllebigen Social-Media-Kommunikation ist es leicht, Frustrationen auszudrücken. Aber nachhaltige Veränderungen entstehen durch Zusammenarbeit und Konsultation, nicht durch öffentliche Anschuldigungen.

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