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Von der Smartphone-Nutzung bis hin zu überhöhter Geschwindigkeit – ein detaillierter Blick auf die besorgniserregenden Verkehrstrends.

Aus einer Reihe von Verkehrskontrollen der örtlichen Polizei von Gent geht hervor, dass Fahren mit einem Smartphone in der Hand und überhöhte Geschwindigkeit immer häufiger vorkommen. Besonders auffällig ist die große Zahl von Berufskraftfahrern, etwa Lkw-Fahrern, die ein verantwortungsloses Fahrverhalten an den Tag legen. Die Polizei überprüfte entlang der John F. Kennedylaan, wo innerhalb von anderthalb Stunden neun Berufskraftfahrer dabei erwischt wurden, wie sie ihre Mobiltelefone am Steuer benutzten. Gemäß der Gesetzgebung wurde ihnen sofort der Führerschein für fünfzehn Tage entzogen.

Die Kontrollen wurden auch auf unsoziales Fahren und andere Verkehrsdelikte ausgeweitet. Beispielsweise führte die Polizei anonyme Patrouillen in verschiedenen Stadtteilen durch und verhängte Geldstrafen gegen Autofahrer wegen verschiedener Verstöße. Dazu gehörten Bußgelder für das Nichtanlegen des Sicherheitsgurts, die falsche Verwendung von Kindersitzen und sogar ein Fall, in dem ein Fahrzeug im Ausland zugelassen wurde, während der Besitzer in Belgien lebte.

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Die Zahlen aus dieser Verkehrskontrollreihe, insbesondere die Verstöße von Berufskraftfahrern, sollten alle wachrütteln. Ob Polizei, politische Entscheidungsträger oder die Autofahrer selbst, wir alle müssen uns unserer Rolle bewusst sein und Maßnahmen ergreifen, um die Straßen für alle sicherer zu machen.

Das Wochenende brachte keine Besserung. Am Samstag registrierte die Polizei zahlreiche Verstöße, die vom Missachten von Verkehrszeichen bis hin zu Geschwindigkeitsüberschreitungen und Falschparken reichten. Besonders beunruhigend war das Verhalten der Fahrer in der Gasmeterlaan und Dok-Zuid, wo 8 % bzw. 12 % der kontrollierten Fahrzeuge zu schnell fuhren. Teilweise wurden Geschwindigkeiten gemessen, die mehr als das Doppelte des zulässigen Grenzwertes betrugen. In der Gasmeterlaan wurde die höchste Geschwindigkeit mit 120 km/h in einer 50-km/h-Zone gemessen. Darüber hinaus war einer der Geschwindigkeitsdämonen in Dok-Zuid nicht nur zu schnell, sondern fuhr auch unter Alkoholeinfluss, was zu einer Geldstrafe von nicht weniger als 1.270,02 Euro führte.

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Sanktionen

Angesichts der Ergebnisse der Kontrollen scheint es, dass mehr als nur Informationen erforderlich sind, um eine Verhaltensänderung herbeizuführen. Es wäre sinnvoll zu untersuchen, ob strengere Sanktionen, etwa höhere Bußgelder oder längere Fahrverbote, eine wirksamere Abschreckung darstellen könnten. Darüber hinaus könnte man argumentieren, dass die Rolle der Technologie in unserem täglichen Leben, insbesondere im Auto, neu überdacht werden muss. Während Smartphones und andere Geräte unser Leben in vielerlei Hinsicht verbessert haben, sorgen sie auch für Ablenkungen, die im Bruchteil einer Sekunde zu einem Unfall führen können.

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