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Streikende Taxifahrer am Flughafen Eindhoven äußern ihre Frustration nicht nur über die neue Tarifstruktur, sondern auch gegenüber Kollegen, die sich dafür entscheiden, weiterzuarbeiten.

Die Unzufriedenheit unter den Taxifahrern am Flughafen Eindhoven hat heute mit einem Streik als Reaktion auf eine Änderung der Tarifpolitik bereits ihren Höhepunkt erreicht, wie RVC Nederland BV per E-Mail mitteilte. Dieses Unternehmen regelt seit Februar 2022 den Zugang zum Taxi-Konzessionsstreifen des Flughafens und kümmert sich um die damit verbundenen Finanzen. Die Änderung bedeutet, dass Fahrer den zusätzlichen Flughafenzuschlag nicht mehr mit dem Kunden abrechnen dürfen, wie es bisher üblich war, nachdem sie die sechs Euro für den Zugang zum Taxistand bezahlt hatten.

Die Folgen des Streiks sind spürbar, eine leere Warteschlange auf der einen Seite und dennoch das ungebremste An- und Abfahren von Taxis, die Kunden abholen. Streikende Taxifahrer äußern ihre Frustration nicht nur über die neue Tarifstruktur, sondern auch über die Kollegen, die sich dafür entscheiden, weiterzuarbeiten. Einer der Streikenden sagte: „Wir streiken heute und wissen, dass wir keinen Umsatz haben. Doch wir müssen dies tun, um unsere Zukunft zu sichern.“

Zu den Stürmern gehört auch Jan Waalen von Omroep Brabant Verhaal versucht, einen Sprecher zu bekommen, der vor die Kamera treten möchte, unsere eigenen Journalisten werden mit der Frage nach ihrer Loyalität angesprochen, begleitet von der Warnung: „Filmen Sie nicht, sind Sie für oder gegen die Taxifahrer?“ Diese Vorfälle unterstreichen die angespannte Atmosphäre am Flughafen, wo Streikende und Nicht-Streikende um ihre Meinung darüber streiten, was richtig ist.

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Foto: © Pitane Blue - Flughafen Eindhoven

„Wenn die Fahrpreise nicht schnell angepasst werden, werden weitere Aktionen folgen und es droht sogar eine Blockade des Flughafens“, erklärt ein Fahrer während des Protests.

Das Management von RVC, weder Henny Kamphorst, der Direktor/Inhaber des Unternehmens, noch Vertreter des Flughafens Eindhoven wollten sich bislang zu der Situation äußern, so der Lokalsender. Dieses Schweigen schürt die Unruhe und hinterlässt bei Autofahrern mehr Fragen als Antworten. Der Konflikt, der sich derzeit am Flughafen Eindhoven abspielt, ist ein Mikrokosmos der umfassenderen Herausforderungen, denen sich die Taxibranche gegenübersieht, wenn es darum geht, sich an neue Vorschriften und Tarifstrukturen anzupassen und gleichzeitig auf einem sich verändernden Markt wettbewerbsfähig zu bleiben.

Der heutige Streik ist ein klares Signal der Taxifahrer an die Flughafenbetreiber und die beteiligten Unternehmen, dass die Bereitschaft, ihre Einnahmen zu schrumpfen, begrenzt ist. Die Taxibranche wird diese Situation genau beobachten, da das Ergebnis möglicherweise einen Präzedenzfall für den künftigen Umgang mit solchen Konflikten darstellt.

RVC

Der Flughafen Eindhoven hat sich im vergangenen Jahr für das Prinzip des offenen Marktes entschieden, an dem alle Taxiunternehmen teilnehmen können beim Betreuer anmelden um Zugang zum Flughafen-Boarding-Markt zu erhalten, rollstuhlgebundene Passagiere abzuholen oder abzusetzen oder Passagiere von bestellten Fahrten abzuholen. Laut Jaap Verheijen – Manager Parking & Mobility Services am Flughafen Eindhoven regelt der Markt mittlerweile die Qualität selbst. Auch Mystery-Besuche gehören zur Qualitätskontrolle. Passagiere werden unangekündigt aufgefordert, die Taxidienste am Flughafen Eindhoven zu nutzen und sowohl RVC als auch dem Flughafen ausführlich darüber zu berichten.

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