Am Montag, dem 26. Januar, bringt bpost anlässlich des hundertjährigen Jubiläums der NMBS eine Sonderbriefmarke auf den Markt.
Mit dieser Ausgabe, die fünf legendäre Züge zeigt, rücken bpost und NMBS nicht nur einen wichtigen historischen Moment ins Rampenlicht, sondern unterstreichen auch die lange und intensive Zusammenarbeit zwischen den beiden staatlichen Unternehmen, die seit Jahrzehnten ein fester Bestandteil des täglichen Lebens der Belgier ist.
Sowohl bpost als auch die NMBS sind Institutionen, die tief in der belgischen Gesellschaft verwurzelt sind. Seit Generationen spielen sie eine entscheidende Rolle für die Mobilität und Kommunikation von Millionen von Menschen. Für die Eisenbahn erhält diese Geschichte im Jahr 2026 eine zusätzliche symbolische Bedeutung. Am 23. Juli 1926 wurde die Nationale Gesellschaft der Belgischen Eisenbahnen offiziell gegründet, ein Meilenstein, der genau ein Jahrhundert später gefeiert wird. Um dieses hundertjährige Jubiläum besonders zu würdigen, bringt bpost in Zusammenarbeit mit der NMBS ein spezielles Briefmarkenheft heraus, auf dem fünf Züge abgebildet sind, die jeweils auf ihre eigene Weise die Eisenbahngeschichte Belgiens geprägt haben.
Eisenbahngeschichte
Der offizielle Start der ersten Auflage dieser Gedenkbriefmarken hatte einen auffallend symbolischen Charakter. In der Briefmarkendruckerei von bpost in Mechelen wurde der Druckprozess von zwei Zugbegleitern in Gang gesetzt. Damit wurde nicht nur auf die Eisenbahnvergangenheit Bezug genommen, sondern auch auf die Menschen, die Tag für Tag für das Funktionieren der Eisenbahn sorgen. Die Briefmarkenausgabe mit den ikonischen Zügen ist ab Montag, dem 26. Januar, erhältlich und kann online über den E-Shop von bpost erworben werden.
Die auf den Briefmarken abgebildeten Züge sind mehr als nur Illustrationen. Zusammen erzählen sie die Geschichte der Entwicklung der belgischen Eisenbahnen und der engen Verflechtung zwischen Transport und Postzustellung. Diese historische Verbindung wird in einer der abgebildeten Lokomotiven deutlich sichtbar, nämlich dem autonomen Postzug, besser bekannt als APT, der 1967 in Betrieb genommen wurde. Dieser Zug war ein fahrendes Postsortierzentrum und spielte jahrelang eine Schlüsselrolle in der Logistik der belgischen Post.
Sortierzentren
An Bord konnten Hunderte von Postboten gleichzeitig Post sortieren, während der Zug mehrmals täglich zwischen den verschiedenen Sortierzentren im ganzen Land hin- und herfuhr. Fünfmal täglich legte der Postzug seine Strecken zurück, was für die damalige Zeit eine beeindruckende Leistung in Sachen Effizienz war. Bis 2003 blieb der APT in Betrieb, danach wurde der Zug endgültig ausgemustert und machte Platz für modernere Logistiklösungen.
Die Emission unterstreicht, wie Tradition und Innovation Hand in Hand gehen können und wie sich zwei historische Unternehmen sowohl auf der Schiene als auch darüber hinaus gegenseitig stärken.
Auch wenn der klassische Postzug heute nicht mehr durch die belgische Landschaft fährt, ist die Zusammenarbeit zwischen bpost und der NMBS alles andere als Vergangenheit. Im Gegenteil, sie wurde in den letzten Jahren zeitgemäß weiterentwickelt. So hat bpost im vergangenen Jahr die Anzahl der sogenannten Bboxen in Bahnhöfen erheblich erweitert.
Automaten
Mittlerweile gibt es 270 dieser Automaten an Bahnhöfen im ganzen Land. Das bedeutet, dass Reisende heute an etwa der Hälfte der belgischen Bahnhöfe rund um die Uhr Pakete abholen, versenden oder zurücksenden können. Die Bboxen ermöglichen es, Logistik und Mobilität neu zu kombinieren, jedoch angepasst an die Bedürfnisse des modernen Reisenden.
Die Gedenkbriefmarken sind somit nicht nur eine Hommage an eine reiche Eisenbahnvergangenheit, sondern auch eine greifbare Erinnerung daran, wie sich bpost und NMBS gemeinsam an neue Zeiten anpassen.


