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Ab dem 1. Februar müssen Reisende in Belgien mit höheren Tarifen bei verschiedenen Verkehrsunternehmen rechnen.

Wer täglich oder gelegentlich Zug, Straßenbahn, Bus oder U-Bahn nutzt, wird feststellen, dass die Preise im Durchschnitt um etwas mehr als 2 Prozent bis weit über 4 Prozent steigen. Die Anpassungen variieren je nach Unternehmen und Art des Fahrscheins, wobei neben Erhöhungen auch einige bemerkenswerte Ausnahmen und sogar Preissenkungen zu verzeichnen sind.

Bei der Eisenbahngesellschaft NMBS werden die Ticketpreise um durchschnittlich 2,14 Prozent erhöht. Bei Abonnements fällt die Erhöhung mit 2,60 Prozent etwas höher aus. Die Anpassung entspricht der allgemeinen Indexierung, die bei der Bahn durchgeführt wird, dennoch gibt es einige Tarife, die davon ausgenommen sind. So bleibt beispielsweise der Preis für die Train+-Karte unverändert. Auch Reisende, die ihr Fahrrad im Zug mitnehmen oder ein Haustier transportieren, müssen keine zusätzlichen Kosten befürchten, da der Fahrradzuschlag und der Haustierzuschlag unverändert bleiben. Gleichzeitig führt die NMBS einige gezielte Preissenkungen durch. Abonnements für Strecken von mehr als 120 Kilometern werden günstiger, was vor allem Langstreckenpendlern zugute kommt. Darüber hinaus sinken auch die Preise für Tageskarten für den Parkplatz für Zugreisende, eine Maßnahme, die Autofahrer dazu ermutigen soll, häufiger den Zug zu nehmen.

durchschnittlich 4,2 Prozent

Das flämische Verkehrsunternehmen De Lijn passt seine Tarife um durchschnittlich 4,2 Prozent an. Das bedeutet, dass die meisten Abonnements teurer werden, ebenso wie Mehrfahrtenkarten und Gruppentickets. Für Reisende, die nur sporadisch Bus oder Straßenbahn nutzen, gibt es jedoch weniger Änderungen. Bei den Gelegenheitsfahrkarten, wie Einzel- und Tageskarten, bleiben die meisten Tarife unverändert. Auffällig innerhalb des neuen Tarifpakets ist die deutliche Preissenkung für ein bestimmtes Abonnement. Der Buzzy Pazz für Jugendliche zwischen 18 und 24 Jahren wird um fast ein Viertel günstiger. Der Preis sinkt von 215 Euro auf 165 Euro, eine Maßnahme, die den öffentlichen Nahverkehr für junge Erwachsene deutlich erschwinglicher machen soll.

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Auch in Brüssel werden die Tarife angepasst. Die Brüsseler Verkehrsgesellschaft MIVB führt ebenfalls eine Indexierung durch. Dadurch steigt der Preis für eine Einzelfahrt von 2,30 Euro auf 2,40 Euro. Eine Monatskarte kostet nun 56 Euro statt 55 Euro und eine Jahreskarte 560 Euro statt 550 Euro. Nicht alle Fahrgäste sind von diesen Anpassungen betroffen, da einige Preise unverändert bleiben. Schulabonnements behalten ihren aktuellen Tarif, was Familien mit schulpflichtigen Kindern in Zeiten allgemeiner Preissteigerungen eine gewisse Stabilität bietet.

(Text wird unter dem Foto fortgesetzt)
NMBS/SNCB
Foto: © Pitane Blue – Dinant – NMBS/SNCB

In Wallonien passt das öffentliche Verkehrsunternehmen Letec seine Tarife mit einer durchschnittlichen Indexierung von 2,15 Prozent an. Neben dieser Preiserhöhung wird auch eine strukturelle Änderung des Tarifsystems vorgenommen. Die bestehenden Zonentarife werden abgeschafft und durch einen Einheitspreis auf den klassischen Linien ersetzt. Diese Reform soll das Tarifsystem für die Fahrgäste einfacher und übersichtlicher machen, bedeutet in der Praxis jedoch, dass einige Strecken teurer werden, während andere günstiger werden.

Anpassungen

Die verschiedenen Preisanpassungen zeigen, dass die Verkehrsunternehmen ein Gleichgewicht zwischen finanzieller Machbarkeit und Erschwinglichkeit für die Fahrgäste suchen. Während der allgemeine Trend zu höheren Tarifen geht, werden hier und da bewusste Entscheidungen getroffen, um bestimmte Gruppen zu schonen oder gerade besonders zu unterstützen. Langstreckenpendler bei der NMBS und Jugendliche bei De Lijn profitieren von sinkenden Kosten, während Gelegenheitsreisende in Flandern weitgehend verschont bleiben. Gleichzeitig bleibt die Auswirkung der Indexierung für diejenigen spürbar, die täglich auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen sind, insbesondere in einer Zeit, in der auch andere Kosten steigen.

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Reisende sollten ihre Abonnements und Fahrkarten rechtzeitig überprüfen und vergleichen. Die Änderungen, die am 1. Februar in Kraft treten, machen deutlich, dass sich der öffentliche Verkehr weiterentwickelt, nicht nur auf Schiene und Straße, sondern auch in Bezug auf Tarife und Strukturen.

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