Reisen mit mehreren Verkehrsmitteln ist die Zukunft. Sie bietet dem Reisenden nicht nur mehr Flexibilität und Komfort, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag zur Erreichbarkeit und Lebensqualität. Doch nicht jeder kennt die Möglichkeiten von „Mobility as a Service“ und seine Vorteile. Deshalb startet der ANWB im September den „Smart to The Hague“-Test mit einer App, die Verkehrsmittel zusammenführt und kombiniert. Mit dieser All-in-One-App können Mitglieder des ANWB, die von und nach Den Haag reisen, schnell die verschiedenen Möglichkeiten sehen, ihre Reise planen, die Verkehrsmittel nutzen und danach bezahlen.  

Die größeren niederländischen Städte werden in den kommenden Jahren weiter wachsen und dadurch werden der Verkehrsfluss und die Bewegungsfreiheit in diesen Städten abnehmen. Trotz der Tatsache, dass sich das Pendeln seit dem Corona-Ausbruch stark verändert hat und eine große Mehrheit aller Beschäftigten plant, auch künftig teilweise von zu Hause aus zu arbeiten, sind viele Straßen von und zu den Großstädten verstopft. Flexibles Arbeiten wird in naher Zukunft zum Normalfall und die Menschen sind daher bereit, flexibler zu reisen. Vor allem, wenn die Fahrt dadurch schneller und einfacher wird. Geteilte Mobilität, wie geteilte Fahrräder oder Roller, ist viel weniger bekannt. Dies geht aus einer aktuellen Umfrage hervor, die der ANWB unter seinen Mitgliedern durchgeführt hat. 30 Prozent der Befragten nutzen teilweise eine Kombination von Verkehrsmitteln, wobei Straßenbahn oder Bahn am häufigsten mit anderen Verkehrsmitteln kombiniert werden.

Gleichzeitig scheint es aber auch, dass Reisende lieber mit dem eigenen Auto unterwegs sind, auch wenn sie im Stau landen. Es gibt zwar andere Möglichkeiten, die schneller, billiger oder nachhaltiger sein können. Die Auswahl von Reisen mit mehreren Verkehrsmitteln und verschiedenen Apps wird von vielen als mühsam empfunden. Mehr als die Hälfte der Befragten gab an, dass eine All-in-One-App eine Lösung wäre.

Mit dem Trial will der ANWB seinen Mitgliedern mehr Reisekomfort bieten und aus ihren Erfahrungen lernen. Darüber hinaus kann Mobility as a Service die Zugänglichkeit und Lebensqualität in den Niederlanden fördern. Der Prozess wird laut ANWB sechs Monate dauern. Interessenten können sich über anmelden anwb.nl/slimnaardenhaag

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Mittleres Foto: ANWB-Bilddatenbank.

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