Die Maskenpflicht bleibt für den Taxisektor, auf Flughäfen und in Flugzeugen, im öffentlichen Verkehr und im sonstigen gewerblichen Verkehr bestehen. Auf Bahnsteigen, Bahnhöfen, Haltestellen und an Bildungseinrichtungen erlischt die Maskenpflicht nicht. Das ist eine der nachhaltigen Maßnahmen, die nach der Pressekonferenz des scheidenden Ministerpräsidenten Mark Rutte und des Gesundheitsministers Hugo de Jonge am vergangenen Dienstag deutlich wurde. Der dringende Rat, sich gegenseitig Raum zu geben, ändert sich ab dem 25. September in „Gebt einander Raum. 1,5 Meter bleiben ein Sicherheitsabstand." 

Nach dem 25. September wird sich nicht viel ändern. Die Nachtverpflegung bleibt geschlossen, was für die Taxibranche keine gute Nachricht ist. Außerplanmäßige Veranstaltungen sind zwischen Mitternacht und 6 Uhr morgens nicht erlaubt. Discos dürfen abends öffnen, müssen dann aber um Mitternacht wieder schließen. Darüber hinaus wird es für alle Besucher oder Gäste ab 13 Jahren in der Gastronomie, bei Festivals oder Events eine Corona-Ticketpflicht geben. Dieselben Maßnahmen gelten auch im Kulturbereich und im Sport. Kleine Ausnahmen werden für bestimmte gastronomische Einrichtungen wie Bestattungsunternehmen, Flughäfen, Straßenrestaurants und internationale Züge gemacht.

eineinhalb Meter

Das Outbreak Management Team (OMT) ist nach Angaben der Beteiligten zögerlich. Durch die Freigabe der Eineinhalb-Meter-Maßnahme gelten keine Besucherstandards mehr, mit denen Locations und Events wieder die volle Kapazität nutzen können. Bei mehrtägigen Veranstaltungen mit Übernachtung muss die Corona-Eintrittskarte alle 24 Stunden kontrolliert werden. Trotz des Verbots der Nachtverpflegung läuft das Unterhaltungsverbot in der Gastronomie aus.

Doch der Tag der Entspannung am 25. September wird nicht der Tag sein, an dem alle Corona-Maßnahmen der Vergangenheit angehören. Allerdings gibt es Lockerungen bei den Quarantänemaßnahmen für Reisen in die Niederlande. So müssen beispielsweise geimpfte Reisende aus den USA, Großbritannien oder anderen sehr gefährdeten Gebieten nicht mehr unter Quarantäne gestellt werden.

Eventbranche

Die Vereniging Nederlandse Poppodia and Festivals (VNPF) reagiert fassungslos auf die vom scheidenden Kabinett vorgelegten Maßnahmen. Auch der VNPF will, dass die aktuellen Fördermaßnahmen erhalten bleiben und mit diesen angekündigten Maßnahmen ausgebaut werden, weil er befürchtet, dass ohne diese Unterstützung ein Großteil der Musikstätten und Festivalveranstalter noch in Konkurs geht. Dass es bei nicht platzierten Festivals, die drinnen stattfinden, eine maximale Kapazität von 75 Prozent gibt, macht laut Organisation wenig Sinn. 

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