Brussels Mobility hat gerade eine städtebauliche Genehmigung für ein ehrgeiziges Projekt beantragt, das darauf abzielt, den „Autobahn“-Raum in einen multimodalen und grünen Raum zum Nutzen aller Verkehrsteilnehmer sowie der Anwohner umzuwandeln.

Das Projekt Parkway 21 betrifft die Umstrukturierung der R21 in Laken/Neder-over-Heembeek durch den Umbau der Autobahn A12 in einen Stadtboulevard. Das Projekt umfasst die 3 km zwischen der regionalen Grenze und dem Kanal bei Van Praet. Ziel ist es, diese wichtige Verkehrsachse in das urbane Umfeld zu integrieren, die Lebensqualität der Anwohner zu verbessern und sanfte Mobilität zu fördern. Damit passt dieses Projekt perfekt in die Philosophie des neuen regionalen Mobilitätsplans GoodMove.

„Wir beginnen mit dem Umbau der Zufahrtsstraßen von Brüssel. Wir verwandeln Autobahnen in intermodale Stadtboulevards: einfach und zugänglich für alle Verkehrsträger, grüner und lebenswerter für alle Einwohner. Die A12 wird so zu einem grünen, glatten und lebenswerten Tor für jedermann."

Elke Van den Brandt, Ministerin für Mobilität und öffentliche Arbeiten.

„Das passt zur ‚10-Minuten-Stadt‘, einem Projekt, bei dem wir in jedem Kiez gemeinschaftliche Einrichtungen wie Schulen, Kindergärten, öffentliche Verkehrsmittel, Kulturzentren, Sporthallen etc. bereitstellen Raum zum Entspannen. Durch die Neuordnung der Straßen werden die Grünflächen für die Anwohner deutlich besser zugänglich und gleichzeitig wird die Belästigung durch den Autoverkehr reduziert.“

Brüssels Bürgermeister Philippe Close.

Die Straße wird adaptiert und wird einem Mischraum weichen, der entlang der Wohngebiete von Neder-Over-Heembeek verläuft und die Parks von Laeken zu einer nahezu durchgehenden Grünfläche verbindet.

Die Vorteile des Projekts:

  • Schaffung miteinander verbundener, öffentlich zugänglicher Grünflächen (bisher gingen die Räume zwischen den beiden Fahrtrichtungen verloren, weil sie unzugänglich und fragmentiert waren),
  • Bau einer kompletten Fahrradautobahn (Anbindung an den Fahrrad-RER) dank einer Brücke am Kreisverkehr und einer Fahrradroute auf einer durchgehenden grünen Achse,
  • Aufrechterhaltung der Pkw-Erreichbarkeit und des Verkehrsflusses bei geringerer Lärmbelästigung dank des neuen Layouts (geringere Geschwindigkeit, Wegfall der Ampel),
  • optimale Anbindung an die künftige Straßenbahnlinie nach Neder-over-Heembeek, Haltestellen für weniger mobile Personen zugänglich.

„In Zahlen sind das mehr als 14 Hektar, die durch die Umwandlung in eine über 3 Kilometer lange Grünfläche direkt regeneriert und mit öffentlichen Verkehrsmitteln sehr gut erschlossen werden. Mit Blick auf eine stärker städtische Aufteilung ist die Anzahl der Fahrspuren begrenzt und Straße Der Verkehr wird noch reibungsloser verlaufen."

Hugues Convent, Projektleiter bei Brussels Mobility.

Dieses Projekt ist selbstverständlich koordiniert und ergänzt damit das STIB-Projekt für die künftige Straßenbahnlinie 10 in Neder-over-Heembeek, zu dem in Kürze die öffentliche Untersuchung beginnen wird.

Nächste Schritte

Urban Brussels wird nun den Antrag auf Erteilung der städtebaulichen Genehmigung eingehend prüfen. Danach werden die Termine der öffentlichen Untersuchung und des Konsultationsausschusses festgelegt. Danach erstellt Urban einen Ratschlag und stellt alle Bedingungen, die das Projekt erfüllen muss.

Foto oben und unten: Bilddatenbank Brüssel Mobilität.

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Das Ende der A12 durch ambitioniertes Projekt in Sicht.
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